4C.18/2004, Urteil vom 3. Dezember 2004

 

Die Vorinstanz stellte fest, dass gemäss Inhalt des Vermögensverwaltungsvertrages eine konservative Strategie vereinbart wurde. Die Beklagte wäre somit also nicht befugt gewesen, praktisch das gesamte Vermögen der Klägerin in hochspekulative Aktien von überwiegend im Internetbereich tätigen Jungunternehmen anzulegen, ohne risikovermindernd nach Branchen zu diversifizieren. Die Beklagte sei hier Risiken eingegangen, welche ein berufsmässiger, gewissenhafter Vermögensverwalter in der gleichen Lage vermieden hätte und hat somit ihre Sorgfaltspflicht verletzt.